Über Dr. Heinz Fischer
Dr. Heinz Fischer - Privat

Heinz Fischer wurde am 9. Oktober 1938 in Graz als Sohn von Dr. Rudolf und Emmi Fischer geboren. Am 20. September 1968 heiratete Heinz Fischer seine Frau Margit. Margit und Heinz Fischer haben gemeinsam zwei Kinder, Philip (geb. 1972, Betriebsberater) und Lisa (geb. 1975, Ärztin). Seit Mai 2009 sind Heinz und Margit Fischer stolze Großeltern. Heinz und Margit Fischer leben seit fast 40 Jahren in der selben Wohnung in Wien Josefstadt, die sie auch nach der Angelobung von Heinz Fischer zum Bundespräsidenten weiter bewohnen.
Dr. Heinz Fischer - beruflicher Werdegang

Nach dem Krieg besuchte Heinz Fischer Volksschule und Gymnasium in Wien. Schon in seiner Schulzeit begann sich Fischer politisch zu engagieren. Nach der Matura im Jahr 1956 und der Ableistung der Wehrpflicht begann Fischer ein Jusstudium, welches er 1961 mit der Promotion zum Doktor Juris erfolgreich abschloss. Noch vor Beendigung des Gerichtsjahres begann Heinz Fischer als juristischer Berater der sozialdemokratischen Parlamentsfraktion zu arbeiten.
Bei den Nationalratswahlen im Jahr 1971 wurde Dr. Heinz Fischer mit 33 Jahren zum Mitglied des Nationalrates gewählt. Seit Mitte der 60-er Jahre betätigt sich Fischer auch als Autor. Sein im Jahr 1974 erschienenes Buch „Das politische System Österreichs“ gilt als Standardwerk. 1975 wurde Heinz Fischer Klubobmann der SPÖ-Parlamentsfraktion. 1978 wurde er als Universitätsdozent für Politikwissenschaften an der Universität Innsbruck habilitiert. Ein Jahr später folgte die Wahl zum stellvertretenden SPÖ-Vorsitzenden.
In der Regierung Sinowatz übernahm Heinz Fischer das Wissenschaftsministerium. 1987 (nach der Bildung der großen Koalition zwischen SPÖ und ÖVP) kehrte Heinz Fischer als SPÖ-Klubobmann ins Parlament zurück und behielt diese Funktion bis 1990. In diesem Jahr wurde er mit eindrucksvoller Mehrheit zum Präsidenten des Nationalrates gewählt und hatte diese Funktion (nach mehrmaliger Wiederwahl) zwölf Jahre hindurch inne. 1992 wurde Dr. Fischer zum stellvertretenden Vorsitzenden der Sozialdemokratischen Partei Europas gewählt, 1994 übernahm er die Funktion des Vorsitzenden des Europäischen Forums für Demokratie und Solidarität, dessen Ziel es war die Entwicklung demokratischer Strukturen in den jungen Demokratien des ehemaligen Ostblocks voranzutreiben. Ebenfalls 1994 wurde er zum Ordentlichen Universitätsprofessor ernannt.
2004 kandidierte Heinz Fischer zum Bundespräsident. Die Wahl vom 25. April 2004 gewann er mit 52,39 Prozent der Stimmen. Seine Angelobung zum achten Bundespräsidenten der Zweiten Republik erfolgte am 8. Juli vor der Bundesversammlung in Wien.
Im Rahmen der schwierigen Regierungsbildungen 2006 und 2008 erwies sich Heinz Fischer als erfahrener und überparteilicher Vermittler.
Gesellschaftspolitisch erhob Heinz Fischer in wichtigen Fragen wie der Europapolitik, der Armutsbekämpfung, der Gerechtigkeit zwischen den Generationen, zu wichtigen zeitgeschichtlichen Themen oder zu Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts seine mahnende Stimme.
Heinz Fischer ist auf internationaler Ebene ein gefragter Gesprächspartner und ein gern gesehener Gast zahlreicher Staats- und Regierungschefs. Sein außenpolitisches Engagement gilt insbesondere der Friedenspolitik und der europäischen Integration. Für Österreichs Wirtschaft agiert Heinz Fischer als ein wichtiger Türöffner im Ausland.
Als Bundespräsident suchte Heinz Fischer intensiv den Kontakt zur Bevölkerung und wird mit Ende seiner ersten Amtszeit alle Bezirke Österreichs besucht haben.
Margit Fischer leistet als Schirmfrau der Kampagne "Armut tut weh" der Volkshilfe ehrenamtlich einen wertvollen Beitrag zur Bekämpfung der Armut in Österreich und sie begleitet den Bundespräsidenten zu zahlreichen wichtigen Terminen.
