
Bekenntnis zum zentralen Wert der Menschenwürde – Fischer will starke Stimme im In- und Ausland sein
„Werft Euer Wahlrecht nicht weg. Trefft eine Entscheidung, die den Interessen unseres Landes und uns allen dient“, appellierte der amtierende Bundespräsident Dr. Heinz Fischer bei seiner Rede zum großen Wahlfinale an die Österreicherinnen und Österreicher von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Der Wahlgang soll auch ein Zeichen sein, dass „an der direkten Wahl des Staatsoberhauptes festgehalten werden soll“ betonte Fischer.
„Es war mir wichtig immer wieder ein Bekenntnis zum zentralen Wert der Menschenwürde abzulegen und damit eine klare Absage an Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu formulieren“, betonte Fischer. Ihm sie es wichtig, für soziale Gerechtigkeit einzutreten. Besonders unterstrich Fischer auch sein Eintreten für die Gleichberechtigung von Mann und Frau: „Die Österreicherinnen und Österreicher schätzen es, wenn man die Gleichberechtigung von Mann und Frau nicht nur als Lippenbekenntnis vor sich herträgt“, so Fischer. Er setze sich aktiv für reale Gleichberechtigung ein und unterstütze beispielsweise die Forderung „Gleicher Lohn für Gleiche Arbeit“.
Jede Stimme für Fischer ist Bekenntnis zur Unteilbarkeit der Menschenwürde
„Der Strache-Anspruch, 35 Prozent für seine Kandidatin zu erreichen, ist dahingeschmolzen wie der Schnee im Frühjahr“, so Fischer zu seiner Gegenkandidatin Rosenkranz. Die Argumente gegen sie seien so schwerwiegend, wie kaum je bei einer Wahl. „Jede Stimme die sie mir geben ist ein Beweis dafür, dass die Zeit der Ewiggestrigen vorbei und die Menschenwürde unteilbar ist“, so Fischer.
Fischer unterstrich auch, dass es nicht egal sei, wer Österreich im Ausland vertrete. Er verwies diesbezüglich auf seine langjährige Erfahrung und seine guten persönlichen Kontakte zu den Staatspräsidenten anderer Länder.
Eine starke Stimme im In- und Ausland
Den Schwierigkeiten der nächsten sechs Jahre sei er sich bewusst, betonte der Bundespräsident. Angesichts der Aufarbeitung der Wirtschaftskrise, des Kampfes gegen die Arbeitslosigkeit und der nötigen Wiederherstellung eines ausgewogenen Staatshaushaltes sei es „absolut nicht egal, wer in dieser Zeit das Amt des Bundespräsidenten und die damit verbundenen Befugnisse ausübt“, so Fischer.
Fischer bedankte sich bei seiner Frau Margit, seinem Personenkomitee, bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern aus Politik, Sport Kunst und Kultur, bei der Sozialdemokratie und all jenen, die ihn in den vergangenen Wochen so wirksam unterstützt haben. „Sie alle zeigen damit, dass es Ihnen nicht egal ist, wer an der Staatsspitze steht“, so Fischer, „weil sie wissen, dass es nicht egal ist, wer im Falle einer echten Krise die demokratiepolitische Notbremse zieht“.
Fischer schloss seine Rede mit einem erneuten Wahlaufruf: „In einer Demokratie zählt jede Stimme und jede Stimme zählt gleich viel. Unser Handeln braucht Werte – auch an der Wahlurne. Setzen wir am Sonntag ein Zeichen.“
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